Bilder: LICHTfänger kronau
Neujahrskonzert des Musikvereins „Harmonie“
Grandioser Auftakt in das Kronauer Kulturjahr 2026
Knapp drei Stunden allerbeste musikalische Unterhaltung und damit ein Idealauftakt des lokalen Kulturjahrs bot der Musikverein „Harmonie“ Kronau seinem Publikum in der sehr gut besuchten Kronauer Mehrzweckhalle beim Neujahrskonzert 2026. Nach der herzlichen Begrüßung und Anmoderation des Abends durch den Vereinsvorsitzenden Dr. Andreas Maier oblag dem Jugendorchester unter der Leitung von Paula Dickemann die Eröffnung des Konzerts. Einmal mehr bewies der Nachwuchs seinen exzellenten Ausbildungsstand, seine überspringende Spielfreude und Begeisterungsfähigkeit. Auch die Moderation dieses Konzertteils durch die Jungmusikerinnen Elena Moch und Jasmin Winklier unterstrich dies. Dem facettenreichen kraftvollen Start mit dem Stück Centuria (James Swearingen) folgte mit Challenger Deep (Filippo Ledda) eine fulminante abwechslungsreiche musikalische Reise hinab zum Marianengraben im Ozean und somit zum tiefsten Punkt der Erde. Mit Lady Gaga in Concert (Arr. Sean O´Loughlin) erklang dann ein Medley der bekanntesten Hits der auf mehrfache Art stylischen Pop Ikone. Nach dem Lob und Dank des stolzen Vereinsvorsitzendenden an die Musikyoungster und begleitet von einer Gratulation an Paula Dickemann für ihre Spitzenleistung am Taktstock und großer Anerkennung für ihr riesiges und für den Verein wertvolles Engagement in der Jugendausbildung, wurde mit dem Stück „Songs for Children“ der zuvor herbei geklatschte und gerufene Zugabewunsch erfüllt.
Das „Große Orchester“ unter der Leitung von Tim Winkler übernahm dann die Bühne und präsentierte ihr stimmungsvolles und anspruchsvolles Programm.
Die monatelange akribische Arbeit des Dirigenten mit den Musikerinnen und Musikern, um den Gästen im Saal einen qualitativ hochwertigen Hörgenuss mit großer musikalischer Bandbreite zu bieten, hatte sich ausgezahlt. Das fachkundige und aus den Vorjahren klangverwöhnte Publikum geizte nicht mit Beifall. Auch die Instrumentalsoli etlicher Orchestermitglieder fanden immer wieder vielbeklatschte Anerkennung. Ob Kronaus Pfarrer Frank Prestel, der erstmals und mit der ihm eigenen Uneitelkeit für alle überraschend sein meisterhaftes Fagott-Spiel öffentlich als Orchestermusiker darbot, künftig solch lautstarken Beifall bei seinen berufsbedingten öffentlichen Auftritten in großen (Gottes-)Häusern vermissen wird, dürfte sein persönliches Geheimnis bleiben.
War es das Eröffnungsstück Signature (Jan von der Roost), gekennzeichnet durch Fanfaren vor einem lyrischen Mittelteil mit orgelhaften Klängen, welche zu einem rhythmischen Allegro führten oder die nachfolgende Komposition Oregon (Jacob de Haan), die Begeisterung des Publikums war stets garantiert. Nicht weniger gut kamen die Stücke Sing Gently (Eric Whitarcre, Arr. Verena Mösenbichler-Reinecker) und Fate of the Gods (Steven Reinecke) vor der Konzertpause an. Mit effektvollen dynamischen Wechseln einfacher, aber klangvoller Harmonien kehrte die Kapelle nach der Pause beim Werk Mars der Medici (Johann Wichers) wieder ins Rampenlicht. Ganz andere musikalische Seiten wurden dann mit der English Folk Song Suite (Ralph Vaughn Williams) aufzogen. Um den erwartungsgemäß hochverdienten, aber an zwei Stellen unpassenden (Zwischen-)Beifall zu vermeiden, hatte Andras Maier zuvor vorsorglich, aber vergeblich informiert, dass sich eine Suite aus drei voneinander getrennten Sätzen, nämlich Marsch, Intermezzo und Marsch zusammensetzt. Die Komposition Amen (Pavel Stanek, Siegried Rundel) mit ihrer sich steigernden Erhabenheit bis hin zu einem feierlichen Schlussakkord stellte ein weiteres Musikglanzstück des Abends dar.
Dem gedruckten Programm nach endete das Konzert mit dem mitreißenden Filmsong This is me (Arr. Paul Murtha) aus dem Musicalfilm The Greatest Showman von Michael Gracey. Aber nur vorläufig, weil das Publikum natürlich auf eine Zugabe bestand, welche der Dirigent Tim Winkler und das große Orchester mit dem Stück Ammerland (Jacob de Haan) gerne und meisterhaft gewährte. Traditionell endete das wieder einmal rundum gelungene Neujahrskonzert 2026 des Musikvereins „Harmonie“ mit dem gemeinsam gesungenen und gespielten Lied „Hoch Badnerland“.